Archiv der Kategorie 'Women of Color'

Wessen Wissensproduktion? Feministische und Postkoloniale Perspektiven

Wann: Donnerstag, 01.12.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Dr. Onur Suzan Nobrega, Institut für Soziologie, Bereich Kultur und Migration, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Im Mittelpunkt dieses Vortrages stehen feministische und postkoloniale wissenschaftstheoretische und epistemologische Perspektiven, die sich mit den Voraussetzungen von Erkenntnis, der Produktion von Wissen und Objektivität mittels wissenschaftlicher Methoden und Ziele wie auch mit der Infragestellung von Überzeugungen, Gewissheiten und Rechtfertigungen befassen. Die Entwicklung westlicher Wissenschaftsdisziplinen als auch deren Wahrheitsansprüche werden dabei durch das Aufzeigen ihrer sexistischen, kapitalistischen, kolonialistischen und rassistischen Orientierungen sowohl in Frage gestellt, als auch mit emanzipatorischen Konzepten des „situierten Wissens“ und des „epistemischen Ungehorsams“, die emanzipatorische Methoden der Wissensproduktion aufzeigen, konfrontiert.

Im Gespräch mi Pamela Twinwaah Amponsah und Dr. Muriel González Athenas
AF*LR Köln / AK race, gender, class in Forschung und Lehre

Dr. Onur Suzan Nobrega lehrt seit dem WS 2016 im Institut für Soziologie an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Sie promovierte in Medien- und Kulturwissenschaften an der renommierten britischen Kunsthochschule Goldsmiths College, University of London. Seit 2008 ist sie in der Lehre und Forschung tätig und arbeitete interdisziplinär in den Medien-, Film-, und Kulturwissenschaften u.a. am Goldsmiths College, University of London (Großbritannien), University of the Arts London (Großbritannien) und der Izmir University of Economics (Türkei). Der Titel ihrer Dissertation lautet »Postmigrant Theatre and Cultural Diversity in the Arts: Race, Precarity and Artistic Labour in Berlin« (2015) und wird sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch veröffentlicht werden. Dr. Nobrega ist ehemalige Promotionsstipendiatin der ZEIT-Stiftung Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte, zu denen sie zahlreiche internationale Vorträge gehalten und Publikationen veröffentlich hat, sind: Kritische Migrationsforschung, Critical Race Studies, Stadtsoziologie, Feministische Theorie, Postkoloniale Theorie, Kulturpolitik, postmigrantisches Theater und kulturelle Vielfalt in den Künsten sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen von Künstler*innen mit Migrationsbiografien. Ihr gegenwärtiges Forschungsprojekt widmet sich dem kolonialen Erbe des Osmanischen Reiches und der türkischen neokolonialen Politik in ausgewählten Ländern des afrikanischen Kontinents und in der heutigen Türkei.

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

Rassismuskritik in der Lehrer*innenbildung

Wann: Donnerstag, 17. 11.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

In dem Vortrag mit der Mitarbeiterin Mona Massumi vom ZfL – Zentrum für LehrerInnenbildung der Uni Köln wird die Bedeutung der rassismuskritischen Professionalisierung von Lehramtsstudierenden fokussiert.
In einem ersten Schritt erfolgt eine rassismuskritische Auseinandersetzung mit landerübergreifenden, bildungspolitischen Empfehlungen für die Lehramtsausbildung und den Lehrer*innenberuf. In einem weiteren Schritt werden Mechanismen des (institutionellen und individuellen) Rassismus’ und deren Auswirkungen auf Schüler*innen, Referendar*innen und Lehrer*innen dargestellt, um daraus die Notwendigkeit der Professionalisierung unter einer rassismuskritischen Perspektive abzuleiten. Wie dies gelingen kann, wird abschließend exemplarisch anhand des Projektes „Prompt! Deutsch lernen“ dargestellt.

moderiert von Magdalena Kißling vom AK race, gender, class in Forschung und Lehre

*Mona Massumi*

Koordinatorin Diversity u. DaZ-Modul (Deutsch als Zweitprache)
|Projektleitung „PROMPT!“

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

Nationalisierung InterdepenDenken

Wann: Donnerstag, 10. 11.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Nationalisierung interdepenDenken. Das eurozentrische Konzept Nation als Ansatzpunkt der Analyse komplexer Wirkungsweisen von Vor-Konzeptualisierung ist ein Plädoyer für die Zentralsetzung von ‚Nation‘ als eigener Kategorie.

Im Intersektional-feministischen ForschungsHandeln anlysiert Adetoun Küppers-Adebisi einen cross-kulturellen, diskursiven Paradigmenwechsel für den Textsprache privilegierenden, deutschen Kontext, interdepenDenkt die Wirkmächtigkeit dieser komplexen Kategorie, enttarnt unzureichend hinterfragte Vorkonzeptualisierungen und definiert privilegierende Ausschlusseffekte.

moderiert von GeStiK

Adetoun Küppers-Adebisi

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

„Ras(s)terungen“ Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender WiSe 16/17 Uni Köln

Donnerstags 16-17.30h Hörsaal H 113 im IBW Gebäude (211)

Bereits in den letzten beiden Semestern befassten sich die GeStiK Ringvorlesungen mit Fragen von Gewalt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Marginalisierung. In Kooperation mit dem Arbeitskreis race, gender, class in Forschung und Lehre widmet sich die Veranstaltung in diesem Semester dezidiert mit dem Konnex von Kolonialismus/Rassismus und Sexismus/Heteronormativität. In den Blick geraten sollen dabei nicht nur die Problematisierung von Wissens(chafts)diskursen und – verständnissen, sondern auch die Frage der Repräsentation eine zentrale postkoloniale Frage. Neben einer Einführung in einerseits postkoloniale und rassismuskritische Theorien sowie andererseits die Verflechtung von „Rasse“ mit Geschlecht und Heteronormativität soll auch auf die Marginalisierung der Rolle von Schwarzen Akteurinnen/Akteurinnen of Color in sozialen Bewegungen und im Wissenschaftsbetrieb aufmerksam gemacht werden. (mehr…)

21.1.2014 Feministisches Café: All the Women Are White, All the Blacks Are Men, But some of Us are Brave

All the Women Are White, All the Blacks Are Men, But some of Us are Brave

Gemeinsam wollen wir mit euch zusammen aus diesem Werk heraus lesen – ein Werk, das für die feministische Frauenbewegung of Color von großer Bedeutung ist. Wie der Titel schon sagt, werden hier Themen behandelt, die sowohl in der weiß dominierten Frauenbewegung als auch im black movement verdrängt wurden. Frauen of Color machen sichtbar, was sie betrifft und erkämpfen sich ihre Räume.
Dieses Café wird organisiert von unserer AG Women of Color.

19:30 im Re­fe­rat
Uni­ver­si­täts­str. 16, 1. Stock
Frau­en­Les­ben­Trans*In­ter­* wel­co­me

—> Die Idee des Fe­mi­nis­ti­schen Cafes ist, eine of­fe­ne, ge­müt­li­che Platt­form zum Aus­tausch und zur Dis­kus­si­on
über di­ver­se fe­mi­nis­ti­sche The­men für An­fän­ge­rin­nen und Fort­ge­schrit­te­ne zu bie­ten. Komm gerne dazu!

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16.04. FLTI of Color: Euer Schweigen schützt euch nicht!

In diesem Café möchten wir ausschließlich mit FLTI*s, die in Deutschland negativ von Rassismus betroffen sind, in das Buch “Euer Schweigen schützt Euch nicht: Audre Lorde und die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland” hinein lesen. Dieses Café wird organisiert von der “AG Women of Color” des Autonomen FrauenLesben Referates.

19:30 im Referat
Universitätsstraße 16, 1. Stock
FrauenLesbenTrans*Intersex of Color welcome!

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15.1. Feministisches Café: White Awareness – People of Color Empowerment

In diesem Café möchten wir vom Austausch zwischen unseren beiden AGs erzählen, die in weiße und People of Color unterteilt sind.

---> 19:30 im Referat, Universitätsstr. 16, 1. Stock
---> FrauenLesbenTrans*Intersex welcome

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Homestory Deutschland

Wir möchten euch auf eine super Ausstellung mit Begleitprogramm aufmerksam machen, die noch bis zum 25.11. in der Alten Feuerwache zu sehen ist:

›Homestory Deutschland‹ ist ein kollektives Selbstporträt. Es greift afrikanische, afrikanisch amerikanische und Schwarze deutsche Erinnerungstraditionen auf, in denen der mündlichen und schriftlichen Weitergabe von gelebter Erfahrung eine maßgebliche Rolle zukommt. Schwarze Perspektiven und Reflexionen, Beiträge und Verdienste erfahren dabei als Quelle eines vielstimmigen und gemeinschaftlichen Wissens eine besondere Würdigung. Mit der Zusammenschau von siebenundzwanzig visuell aufbereiteten Biografien Schwarzer Männer und Frauen aus drei Jahrhunderten lässt sich einerseits exemplarisch erhellen, in welcher Weise sich gesellschaftliche und damit systemische Rahmenbedingungen in einzelne Lebensgeschichten einschreiben und diese formen und prägen. Andererseits wird es möglich, individuelle Verhandlungen und Entscheidungsfähigkeiten nachzuvollziehen und den ihnen innewohnenden aktiven und bewussten Gestaltungswillen hervortreten zu lassen, der die stete und oftmals mühsame Auseinandersetzung mit der weißen Mehrheitsgesellschaft eindrucksvoll bezeugt.

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20.7. Repression und Frauenwiderstand in Kurdistan – Eindrücke von einer Frauendelegation

---> Vortrag auf dem No Border Camp mit Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden und Frauendelegation
---> Beginn: 20 Uhr
---> Seit mehreren Jahren bauen Frauenorganisationen und die Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Nordkurdistan Frauenakademien – und Zentren auf. Wir besuchen mit einer Frauendelegation Anfang Juli 2012 diese Einrichtungen, um die Arbeiten der Frauenbewegung kennenzulernen, uns auszutauschen und uns gegen die Repression zu solidarisieren. Über 8000 politische AktivistInnen sind derzeit inhaftiert. Zudem legitimiert die AKP-Regierung Gewalt gegen Frauen und plädiert gegenwärtig für das Verbot von Abtreibungen und Kaiserschnitten. Vor diesem Hintergrund sind vor allem politische Aktivistinnen und Frauenprojekte zusätzlichen staatlichen Angriffen ausgesetzt.

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19. 7. Sexarbeit und Migration

---> Tagesworkshop auf dem No Border Camp
---> Der Workshop ist in 3 Teile gegliedert. Wir empfehlen euch, an allen drei teilzunehmen, die Teile können aber auch einzeln besucht werden.
---> Beginn: 10 Uhr
---> Hören wir von Sexarbeit, ist meist die Rede von Zwangsprostitution und Menschenhandel. Die Vermischung dieser Diskurse erzeugt ein politisches Klima, das die Verhinderung von Arbeitsmigration durchsetzbarer macht. Wie hängen Sexarbeit und Migration eigentlich zusammen und was hat das Ganze mit dem Kapitalismus zu tun? Was meinen die Prostituiertenverbände wie hydra e.V. damit, wenn sie sagen, dass es so etwas wie Zwangsprostitution nicht gibt?

Der feministische Diskurs ist sich in Sachen Sexarbeit alles andere als einig und lässt viele Fragen stehen: Ist käuflicher Sex per se anti emanzipatorisch? Ist jede Sexarbeit von Zwangsverhältnissen bestimmt? Sollten wir solidarisch mit Sexarbeiter_innen sein? Kann Sexarbeit eine Form von Empowerment sein?

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