Archiv der Kategorie 'Critical Whiteness'

09.02 Abschlussitzung

Wann: Donnerstag, 09.02.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Hier wird es vor allem um eine persönliche Auswertung der Ringvorlesung gehen.
Was habe ich gelernt und welche Handlungsoptionen haben sich für mich daraus ergeben?

Mit Muriel Gonzáles Athenas, Magdalena Kißling, Dirk Schulz und Pamela Twinwaah Amponsah

Es wird auch einen Community/Safer space für Schwarze und People of Color scholars*students* only geben. Für eine kollektive Auswertung können wir uns ergänzende Frage stellen wie z.B.:

Wie hat diese Ringvorlesung zu unseren Community und Empowermentprozessen beigetragen?

Begleitet von Berena Ypsilon Akosua Amponsah

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier, bei GeStiK oder auf Facebook.

19.01 Rassismus und die Psyche

Wann: Donnerstag, 19.01.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Die Realität von Rassismus und die Folgen für die Betroffenen sind lange Zeit in der Welt der Wissenschaft, insbesondere in der Psychologie und Psychiatrie vernachlässigt worden. In der Bundesrepublik Deutschland existieren beispielsweise keine empirischen Studien zu Rassismus und psychische Gesundheit. In der internationalen Forschungslandschaft bestehen in den vergangenen Jahren große Bemühungen, die Folgen rassistischer Diskriminierung auf die psychische Gesundheit von Zielpersonen zu entschlüsseln. Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass wiederkehrende Konfrontationen mit racial microaggressions Stressreaktionen aktivieren und die Entstehung von Depression, Psychose, Angststörung und der physischen Desintegration bei Schwarzen und PoC begünstigen.
Gleichzeitig belegen Studien zu psychischen Folgen von Rassismus, dass Weiße ab der frühesten Kindheit über implizites Wissen der rassistischen Hierarchisierung in der Gesellschaft verfügen und sich ihr Gefühl, Denken und Verhalten nach diesem Wissen richten. Aufgrund der insbesondere psychischen Auswirkungen ihrer rassistischen Sozialisation und des soziopolitischen, sowie ökonomischen privilegierten Status verspüren Weiße jedoch keine Motivation, Rassismus zu thematisieren und dekonstruieren.
Die Studienergebnisse, die in diesem Beitrag von Amma Yeboah präsentiert werden, haben bedeutende Implikationen für die Begegnung und Beziehung zwischen Weißen und Schwarzen/PoC. Denn rassistische Verhaltensmuster im Alltag dürfen komplex, subtil und häufig unbeabsichtigt zum Vorschein kommen und gehören wahrscheinlich zu rassistischer Ausdrucksform der racial microaggressions.
Doch wie kann eine wirkungsvolle Zusammenarbeit unter solchen Umständen gelingen? Wie kann Rassismus thematisiert und dekonstruiert werden?

moderiert von Berena Ypsilon vom AK race, gender, class in Forschung und Lehre

Dr. med. Amma Yeboah, geboren 1979 in Wamfie/Ghana und mit einer Frühsozialisation in Ghana, Botswana und Namibia, ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie ist auch Trainerin bei Phoenix e.V. für Empowerment von People of Color und Schwarzen, sowie für Critical Whiteness.

22.12 Empowerment Workshops in Bildungskontexten

Wann: Donnerstag, 22.12.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Empowerment aus People of Color*-Perspektive ist im wissenschaftlichen Feld um Bildung und Migration in der BRD bisher wenig vorzufinden. Dabei ist es Ziel von Empowerment-Arbeit, People of Color (PoC) zu Subjekten der Bildungsarbeit zu machen und mit den oft unhinterfragten weißen Normalitätsvorstellungen im Bildungswesen zu brechen, die oftmals auf einseitigen, defizitorientierten, kulturalisierenden oder viktimisierenden Blickwinkeln basieren. In Maryam Mohsenis Dissertationsprojekt widmet sie sich dem People of Color-Empowerment-Ansatz und dem Wissen von Empowermenttrainer_innen of Color, um ihre Impulse in der rassismuskritischen Bildungsarbeit weiter zu verankern. Wie sieht eine Bildungsarbeit aus, die sich explizit an Menschen mit Rassismuserfahrungen richtet? Hier begibt sich Maryam Mohseni auf die Suche nach Hinweisen theoretische Grundlagen der Rassismuskritik zu erweitern oder ob sich Konsequenzen für die rassismuskritische Bildungspraxis ziehen lassen.

*People of Color / Persons of Color (PoC) ist eine Selbstbezeichnung und eine politische widerständige Kategorie im Sinne einer „Identität rassistischer Unterdrückungserfahrungen“ (Piesche 1999). Bei dem Konzept, das die Gleichzeitigkeit von Identität und Differenz betont (vgl. Ha 2010), handelt es sich um einen strategischen Bündnisbegriff, der die koloniale „Teile und Herrsche“-Strategie überwinden soll (vgl. Jean 2013). Wie der Begriff Schwarz ist People of Color eine Selbstbezeichnung, um rassistischen und kolonialen Wortschöpfungen eine Alternative entgegenzusetzen. Weiß bezeichnet dagegen eine politische dominante Kategorie, die an Machterfahrungen und Privilegien geknüpft ist (vgl. Wollrad 2005).

moderiert von Magdalena Kißling vom AK race, gender, class in Forschung und Lehre

*Maryam Mohseni – 1. Staatsexamen Lehramt, Zusatzstudium Interkulturelle Pädagogik/ Deutsch als Zweitsprache, Dissertation zu Empowermentmöglichkeiten von Menschen of Color in Bildungskontexten*

Bildungsräume begreife ich als Orte, in denen die Lernenden und Lehrenden nicht nur mit ihrem Verstand anwesend sind, sondern genauso mit ihren Erfahrungen, Gefühlen und ihrem Körper. Für meine Arbeitsweise bedeutet dies, gemeinsames Lernen immer als ein Lernen an und mit den Erfahrungen der Menschen im Raum zu begreifen. Erfahrungen wiederrum sind geknüpft an die zugewiesene gesellschaftliche Positionierung und Herrschaftsverhältnisse. Räume jedoch, in denen Erfahrungen von Frauen of Color rassismuskritisch und gendersensibel thematisiert werden können, sind äußerst selten. Meine Themenschwerpunkte sind vergeschlechtlichter Rassismus und Empowermentmöglichkeiten, in denen Erfahrungen, Körper und Gefühle von Frauen of Color im Zentrum stehen.

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

08.12 LesMigraS: Strategien gegen Mehrfachdiskriminierungen

Wann: Donnerstag, 08.12.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Die Erfahrungen von Gewalt und Diskriminierung gehören zum Alltag von vielen marginalisierten Gruppen in Deutschland, wie älteren Menschen, Frauen, lesbischen, schwulen und trans* Frauen und Männern, Menschen, die Behinderungen erleben bzw. Rassismuserfahrungen ausgesetzt sind, Menschen mit chronischen Erkrankungen, obdachlosen Menschen. Diese Erfahrungen von Rassismen, Sexismen, Homophobie, Alters-Feindlichkeiten, Klassismen, Behinderungen u.a. wirken in einer komplexen, verflochtenen bzw. verschmolzenen Art und Weise zusammen. Auch wenn Mehrfachdiskriminierungen (intersektionale Diskriminierung) in der Forschung und Wissenschaft hin und wieder thematisiert werden, bekommt dieses Thema kaum ernsthafte Aufmerksamkeit. In dem Vortrag werden wir uns mit Saideh Saadat-Lendle von LesMigraS, anhand von Mehrfachdiskriminierungserfahrungen von Lesben, Schwulen und Bisexuelle Frauen, Männern und Trans*Menschen, die Rassismus erleben, dem Thema Mehrfachdiskriminierung widmen und dabei einen kritischen Blick auf den üblichen Umgang von Öffentlichkeit und Wissenschaft werfen.

modieriert von Dr. Muriel González Athenas
AK race, gender, class in Forschung und Lehre
mit: Saideh Saadat-Lendle von LesMigraS

Saideh Saadat- Lendle ist Dip. Psychologin, Gründerin und Leiterin des Antidiskriminierungs- und
Antigewaltbereichs der Lesbenberatung Berlin e.V. – LesMigraS,
Freiberufliche Dozentin zu den Schwerpunkten:
Mehrfachdiskriminierung, Rassismus, Geschlecht/Gender, lesbische/schwule/queere
Lebensweisen, interkulturelle Kompetenzen, Sprache und Diskriminierung, sowie queere Geflüchtete

LesMigras

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

Wessen Wissensproduktion? Feministische und Postkoloniale Perspektiven

Wann: Donnerstag, 01.12.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Dr. Onur Suzan Nobrega, Institut für Soziologie, Bereich Kultur und Migration, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Im Mittelpunkt dieses Vortrages stehen feministische und postkoloniale wissenschaftstheoretische und epistemologische Perspektiven, die sich mit den Voraussetzungen von Erkenntnis, der Produktion von Wissen und Objektivität mittels wissenschaftlicher Methoden und Ziele wie auch mit der Infragestellung von Überzeugungen, Gewissheiten und Rechtfertigungen befassen. Die Entwicklung westlicher Wissenschaftsdisziplinen als auch deren Wahrheitsansprüche werden dabei durch das Aufzeigen ihrer sexistischen, kapitalistischen, kolonialistischen und rassistischen Orientierungen sowohl in Frage gestellt, als auch mit emanzipatorischen Konzepten des „situierten Wissens“ und des „epistemischen Ungehorsams“, die emanzipatorische Methoden der Wissensproduktion aufzeigen, konfrontiert.

Im Gespräch mi Pamela Twinwaah Amponsah und Dr. Muriel González Athenas
AF*LR Köln / AK race, gender, class in Forschung und Lehre

Dr. Onur Suzan Nobrega lehrt seit dem WS 2016 im Institut für Soziologie an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Sie promovierte in Medien- und Kulturwissenschaften an der renommierten britischen Kunsthochschule Goldsmiths College, University of London. Seit 2008 ist sie in der Lehre und Forschung tätig und arbeitete interdisziplinär in den Medien-, Film-, und Kulturwissenschaften u.a. am Goldsmiths College, University of London (Großbritannien), University of the Arts London (Großbritannien) und der Izmir University of Economics (Türkei). Der Titel ihrer Dissertation lautet »Postmigrant Theatre and Cultural Diversity in the Arts: Race, Precarity and Artistic Labour in Berlin« (2015) und wird sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch veröffentlicht werden. Dr. Nobrega ist ehemalige Promotionsstipendiatin der ZEIT-Stiftung Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte, zu denen sie zahlreiche internationale Vorträge gehalten und Publikationen veröffentlich hat, sind: Kritische Migrationsforschung, Critical Race Studies, Stadtsoziologie, Feministische Theorie, Postkoloniale Theorie, Kulturpolitik, postmigrantisches Theater und kulturelle Vielfalt in den Künsten sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen von Künstler*innen mit Migrationsbiografien. Ihr gegenwärtiges Forschungsprojekt widmet sich dem kolonialen Erbe des Osmanischen Reiches und der türkischen neokolonialen Politik in ausgewählten Ländern des afrikanischen Kontinents und in der heutigen Türkei.

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

Rassismuskritik in der Lehrer*innenbildung

Wann: Donnerstag, 17. 11.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

In dem Vortrag mit der Mitarbeiterin Mona Massumi vom ZfL – Zentrum für LehrerInnenbildung der Uni Köln wird die Bedeutung der rassismuskritischen Professionalisierung von Lehramtsstudierenden fokussiert.
In einem ersten Schritt erfolgt eine rassismuskritische Auseinandersetzung mit landerübergreifenden, bildungspolitischen Empfehlungen für die Lehramtsausbildung und den Lehrer*innenberuf. In einem weiteren Schritt werden Mechanismen des (institutionellen und individuellen) Rassismus’ und deren Auswirkungen auf Schüler*innen, Referendar*innen und Lehrer*innen dargestellt, um daraus die Notwendigkeit der Professionalisierung unter einer rassismuskritischen Perspektive abzuleiten. Wie dies gelingen kann, wird abschließend exemplarisch anhand des Projektes „Prompt! Deutsch lernen“ dargestellt.

moderiert von Magdalena Kißling vom AK race, gender, class in Forschung und Lehre

*Mona Massumi*

Koordinatorin Diversity u. DaZ-Modul (Deutsch als Zweitprache)
|Projektleitung „PROMPT!“

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

„Ras(s)terungen“ Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender WiSe 16/17 Uni Köln

Donnerstags 16-17.30h Hörsaal H 113 im IBW Gebäude (211)

Bereits in den letzten beiden Semestern befassten sich die GeStiK Ringvorlesungen mit Fragen von Gewalt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Marginalisierung. In Kooperation mit dem Arbeitskreis race, gender, class in Forschung und Lehre widmet sich die Veranstaltung in diesem Semester dezidiert mit dem Konnex von Kolonialismus/Rassismus und Sexismus/Heteronormativität. In den Blick geraten sollen dabei nicht nur die Problematisierung von Wissens(chafts)diskursen und – verständnissen, sondern auch die Frage der Repräsentation eine zentrale postkoloniale Frage. Neben einer Einführung in einerseits postkoloniale und rassismuskritische Theorien sowie andererseits die Verflechtung von „Rasse“ mit Geschlecht und Heteronormativität soll auch auf die Marginalisierung der Rolle von Schwarzen Akteurinnen/Akteurinnen of Color in sozialen Bewegungen und im Wissenschaftsbetrieb aufmerksam gemacht werden. (mehr…)

Critical Whiteness- Workshops ::: Sensibilisierung und Selbstreflexion für weiße Menschen ::: Jetzt anmelden

---> mit Pasquale Virginie Rotter und Kim Ronacher
---> für FrauenLesbenTrans*Inter* in Köln (Raum wird noch bekannt gegeben)
---> organisiert vom Critical Whiteness Plenum des AFLRK

Termine: 28.02.-02.03.2014 (Einführung), 09.05.-11.05.2014 (Vertiefung)
Uhrzeiten: Fr 16 – 19h; Sa 10 -18h, So 10 – 14h
Anmeldefrist ist Dienstag, der 04.02.2014
Anmeldemodalitäten siehe unten

Beschreibung:
Rassismus betrifft alle Menschen einer Gesellschaft – nur auf sehr unterschiedliche Weise. Weiße Menschen erhalten durch Rassismus zahlreiche Privilegien und reproduzieren Rassismen – oft ohne dies zu wollen. Critical Whiteness Perspektive nimmt in der Auseinandersetzung mit Rassismus (das eigene) Weißsein mit in den Blick.

In den beiden Workshops geht es um die Sensibilisierung für und Reflektion des eigenen weißen Standortes und der eigenen Perspektive. (mehr…)

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