Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

16.05. – Unsere Homepage geht online

Das Autonome FrauenLesbenReferat lädt ein zum Feministischen Café:

16. Mai
19h im Referat
Universitätsstr. 16, 1. Stock
FrauenLesbenTrans*Inter* welcome

Unsere Homepage geht online

Endlich haben wir auch einen neuen Auftritt im Internet! Der bringt nicht nur ein schönes neues Design mit, sondern auch unsere Themen von Arbeit über Empowerment und kritische Bildungsarbeit bis zu den Sex Wars sind übersichtlich und neu verschlagwortet. Dies alles und unsere neue Homepage möchten wir Euch gerne vorstellen.

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18.04 – Café Adefra Köln – places and spaces for Black womxn

Das Autonome FrauenLesbenReferat lädt ein zum Feministischen Café:

18. April
19h im Referat
Universitätsstr. 16, 1. Stock
Schwarze FrauenLesbenTrans*Inter* welcome

Generations Adefra 30 Jahre Schwarzer Feminismus, daran mächten wir anknüpfen, an die Sister*hood, das Empowerment, die Community – Das Cafe soll eine Forsetzung und ein Anfang von einem Schwarzen feministischen Zusammenkommen für, von und mit Black (African Heritage & Descent) LFT_I* in Köln sein.

16.02 Empowerment Workshop: Bildung und Empowerment

Empowerment Workshop: Bildung und Empowerment

Anmeldung und Nachfragen via: empowermentunikoeln@gmail.com bis 10.2.2017

Rassismus gehört zu den alltäglichen Erfahrungen von uns Schwarzen Menschen und People of Color (PoC).
Egal ob auf der Straße, beim Amt, bei der Arbeit oder auf einer Party, Rassismus und Diskriminierung sind gesellschaftliche Normalitäten. In seiner intersektionalen Verschränkung zusammen mit anderen Merkmalen ergeben sich oftmals verstärkende Gewalt- und Ohnmachtserfahrungen in Form von mehrdimensionaler Diskriminierung.
Auch im Bildungssystem sind rassistische Ausgrenzungsmechanismen verankert, die uns prägen. Ein selbstverständlicher Teil der Bildungslaufbahn von Schwarzen Menschen und PoC sind rassistische Vorkommnisse. Eine Folge des rassistischen Bildungssystems ist das Gefühl von Schwarzen/PoC, dass wir es nicht „schaffen“ können, dass wir nicht „klug“ genug sind oder das dies nicht unser Ort ist.
Für uns, die wir an der Universität angekommen sind, ist es spannend und notwendig, uns unsere Bildungsverläufe anzuschauen. Wie haben wir es bis hierhin geschafft? Welche Fähigkeiten haben wir durch das Überleben im Bildungsapparat entwickelt und was haben wir dafür aufgeben müssen?
In einem „geschützten“ Raum (safer space), in dem alle Erfahrungen mit Rassismus und Sexismus teilen können, setzen wir uns damit auseinander, was Rassismus für jede*n von uns bedeutet, wie wir Rassismus in seiner vergeschlechtlichten Form erleben, was es mit uns macht und welche Strategien wir dagegen entwickelt haben. Empowerment wird somit im Sinne von Selbstbestimmung und Selbstbemächtigung erfahrbar.
Als Teamende ist es unser Selbstverständnis diskriminierungskritisch und diversitätsbewusst zu arbeiten.
Der Workshop richtet sich an Schwarze Frauen* und Frauen* of Color sowie Schwarze_/_of Color LBT*I*QQA Studierende der Universität zu Köln.

Wann:
Erster Teil: Do. 16.- Fr. 17.2.2017
Jeweils 10-19 Uhr inkl. Pausen
Zweiter Teil: Do. 16.- Fr. 17.3.2017
Jeweils 10-19 Uhr inkl. Pausen
Wo:
Universität zu Köln (Gebäude und Raum tba)

Teamerinnen* – Wer wir sind:

Maryam Mohseni – 1. Staatsexamen Lehramt, Zusatzstudium Interkulturelle Pädagogik/ Deutsch als Zweitsprache, Dissertation zu Empowermentmöglichkeiten von Menschen of Color in Bildungskontexten
Bildungsräume begreife ich als Orte, in denen die Lernenden und Lehrenden nicht nur mit ihrem Verstand anwesend sind, sondern genauso mit ihren Erfahrungen, Gefühlen und ihrem Körper. Für meine Arbeitsweise bedeutet dies, gemeinsames Lernen immer als ein Lernen an und mit den Erfahrungen der Menschen im Raum zu begreifen. Erfahrungen wiederrum sind geknüpft an die zugewiesene gesellschaftliche Positionierung und Herrschaftsverhältnisse. Räume jedoch, in denen Erfahrungen von Frauen of Color rassismuskritisch und gendersensibel thematisiert werden können, sind äußerst selten. Meine Themenschwerpunkte sind vergeschlechtlichter Rassismus und Empowermentmöglichkeiten, in denen Erfahrungen, Körper und Gefühle von Frauen of Color im Zentrum stehen.

Yemisi Babatola – Magistra Angwandte Kulturwissenschaften. Als Referentin der politischen Bildungsarbeit zu den Themen Intersektionalität (insb. Rassismuskritik), Empowerment für Schwarze (B) und PoC, Kritisches Weißsein habe ich unter anderem in Kooperationen mit IMAFREDU, Anti-Bias, withwingsandroots, LesMigraS e.V., glokal e.V., Engagement Global, kulturweit und UNESCO Bildungsräume gestaltet. ManuEla Ritz’ Empowermentlerngruppe, viel Selbststudium und „ehrenamtliche“ Arbeit in der B.PoC LGBT*I*QQA Community begleiten mich intensiv.
Fokus ist seit Juli 2016 das EOTO e.V. Projekt, die erste Schwarze deutsche Bibliothek/Bildungsinitiative in Berlin. Dort geht es mir darum in Verbindung zu sein mit rassismusbetroffenen Schwarzen Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Kindern. Wir kommen mit Kunst und Spiel an die Dekonstruktion von Rassismus, Adultismus, Ableismus, Sexismus, Hetero- und Cis-Sexismus – und das mit Gefühl und Zeit. „EOTO“, also das Motto „Each One Teach One“ entspricht meiner Arbeitshaltung für Räume indem inklusives prozessorientiertes Lernen in Begegnung lebt.

09.02 Abschlussitzung

Wann: Donnerstag, 09.02.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Hier wird es vor allem um eine persönliche Auswertung der Ringvorlesung gehen.
Was habe ich gelernt und welche Handlungsoptionen haben sich für mich daraus ergeben?

Mit Muriel Gonzáles Athenas, Magdalena Kißling, Dirk Schulz und Pamela Twinwaah Amponsah

Es wird auch einen Community/Safer space für Schwarze und People of Color scholars*students* only geben. Für eine kollektive Auswertung können wir uns ergänzende Frage stellen wie z.B.:

Wie hat diese Ringvorlesung zu unseren Community und Empowermentprozessen beigetragen?

Begleitet von Berena Ypsilon Akosua Amponsah

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier, bei GeStiK oder auf Facebook.

02.02 Institutioneller Rassismus an der Hochschule

Wann: Donnerstag, 02.02.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Mit Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez

This paper discusses the positioning of Women and Gender Studies (WGS) and Gender Studies (GS) within the neoliberal university by focusing particularly on the dynamics of exclusion resulting from institutional racism and migration control policies in British and German universities. From this angle, the article first discusses the place ofWGS/GS within the neoliberal university. In a second step, it looks at critical race debates regarding universities as sites of hegemonic Whiteness in Germany and the UK. Following this, it discusses the institutional discriminatory effects of migration policies in universities‘ within a broader context. In a fourth step, it examines the affective economy of these policies. In this sense, the article explores the feeling of dispossession transmitted and impressed by migration control policies. It concludes with some thoughts on relating WGS/GS to the project of building the anti-racist university.

modieriert von Dr. Muriel González Athenas
AK race, gender, class in Forschung und Lehre

Die Soziologin Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist
Professorin für Allgemeine Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Romanistik in Frankfurt/Main, Lyon und Quito/Ecuador. Sie lehrte und arbeitete an den Universitäten von Manchester und Hamburg, sowie in den USA, Brasilien, Argentinien, Mexiko, Portugal, Schweden, Finnland, Österreich und der Schweiz.
Ihre Schwerpunkte liegen unter anderem im Bereich globaler Ungleichheiten und ihrer lokalen Ausprägung sowie der Anwendung einer postmarxistischen und dekolonialen Perspektive auf Migration, Arbeit und Kultur. Ihre Forschungsprojekte konnten zum Teil mit der Unterstützung der DFG, der British Academy, der EU und der Ford Foundation realisiert werden. Gutiérrez Rodríguez hat umfangreich publiziert.
Zurzeit hat sie zudem den Vorsitz der Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft Soziologie und ist Teil des internationalen Programmbeirates am Haus der Kulturen der Welt.

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier, bei GeStiK oder auf Facebook.

26.01 Generation ADEFRA – 30 Jahre Schwarzer Feminismus

Wann: Donnerstag, 26.01.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

ADEFRA Ein Dreistimmiges Gespräch zwischen Maureen Maisha Auma, Geschlechterforscherin, Professorin für Kindheit und Differenz (Diversity Studies), aktiv bei Generation Adefra seit 1993, Katja Kinder, Erziehungswissenschaftlerin, diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Beraterin, Gründungsfrau von Adefra und Peggy Piesche, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Mitbegründerin von BEST (Black European Studies), aktiv bei Generation Adefra seit 1990.

adefra.com
Facebook Adefra
diversifying-matters

Der Aktivismus von Schwarzen Akteurinnen in Deutschland war zentral für die Existenz und die Formierung der Schwarzen Bewegung. Vor allem Schwarze lesbische Aktivistinnen der 1980er Jahre waren Motor für die Formulierung eines Schwarzen feministischen Standpunktes in Deutschland, und darüber hinaus Impuls- und Strukturgeberinnen für die Entstehung einer organisierten Schwarzen Gemeinschaft. Die Wissensproduktion über ›Schwarzsein in Deutschland‹ sowie zu >Black Europe< ist nachhaltig geprägt von den Visionen, Begegnungen, dem Austausch und den kritischen Reflexionen Schwarzer Aktivistinnen. Die Generation Adefra begann Mitte der 1980er Jahre. Eine Gruppe Schwarzer Akteurinnen wurde durch die Arbeiten und Aufenthalte der karibisch-amerikanisch, feministische Theoretikerin, Lyrikerin und Aktivistin Audre Lorde in Berlin zusammengebracht.
Dieser transnationale Austausch wirkte als einen entscheidenden Faktor, in der Inspiration zu Gründung der Initiative Adefra – Schwarze Frauen in Deutschland. 30 Jahre nach der Begründung dieses Zusammenschlusses diskutieren drei Generation Adefra Aktivistinnen über die Komplexität der Aufgabe, Schwarze weibliche Subjekte in Deutschland mit ihren zum Teil sehr unterschiedlich entwickelten Lebensinteressen nicht nur zusammenzubringen, sondern auch auf Dauer zusammenzuhalten.

moderiert von Pamela Twinwaah Amponsah
AF*LR Köln / AK race, gender, class in Forschung und Lehre
und Rebecca Miriam Brückmann
Abteilung für Nordamerikanische Geschichte des Historischen Instituts Universität zu Köln

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier, bei GeStiK oder auf Facebook.

19.01 Rassismus und die Psyche

Wann: Donnerstag, 19.01.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Die Realität von Rassismus und die Folgen für die Betroffenen sind lange Zeit in der Welt der Wissenschaft, insbesondere in der Psychologie und Psychiatrie vernachlässigt worden. In der Bundesrepublik Deutschland existieren beispielsweise keine empirischen Studien zu Rassismus und psychische Gesundheit. In der internationalen Forschungslandschaft bestehen in den vergangenen Jahren große Bemühungen, die Folgen rassistischer Diskriminierung auf die psychische Gesundheit von Zielpersonen zu entschlüsseln. Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass wiederkehrende Konfrontationen mit racial microaggressions Stressreaktionen aktivieren und die Entstehung von Depression, Psychose, Angststörung und der physischen Desintegration bei Schwarzen und PoC begünstigen.
Gleichzeitig belegen Studien zu psychischen Folgen von Rassismus, dass Weiße ab der frühesten Kindheit über implizites Wissen der rassistischen Hierarchisierung in der Gesellschaft verfügen und sich ihr Gefühl, Denken und Verhalten nach diesem Wissen richten. Aufgrund der insbesondere psychischen Auswirkungen ihrer rassistischen Sozialisation und des soziopolitischen, sowie ökonomischen privilegierten Status verspüren Weiße jedoch keine Motivation, Rassismus zu thematisieren und dekonstruieren.
Die Studienergebnisse, die in diesem Beitrag von Amma Yeboah präsentiert werden, haben bedeutende Implikationen für die Begegnung und Beziehung zwischen Weißen und Schwarzen/PoC. Denn rassistische Verhaltensmuster im Alltag dürfen komplex, subtil und häufig unbeabsichtigt zum Vorschein kommen und gehören wahrscheinlich zu rassistischer Ausdrucksform der racial microaggressions.
Doch wie kann eine wirkungsvolle Zusammenarbeit unter solchen Umständen gelingen? Wie kann Rassismus thematisiert und dekonstruiert werden?

moderiert von Berena Ypsilon vom AK race, gender, class in Forschung und Lehre

Dr. med. Amma Yeboah, geboren 1979 in Wamfie/Ghana und mit einer Frühsozialisation in Ghana, Botswana und Namibia, ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie ist auch Trainerin bei Phoenix e.V. für Empowerment von People of Color und Schwarzen, sowie für Critical Whiteness.

12.01.17 Romnja – „rassig“ und „rassisch minderwertig“?

Wann: Donnerstag, 22.12.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

mit Elisabeth Jonuz und Nadine Mena Michollek

Bei der Vorstellung einer „Zigeunerin“ werden viele das Bild der sogenannten „Karstadt-Zigeunerin“ vor Augen haben – großbusig, „rassig“, mit schwarzen, wilden Haaren, goldenen Ohrringen, einem roten, tief ausgeschnittenen Kleid, großen Augen und dunkler Haut. Dieses Gemälde wurde häufig in der Kunstabteilung von Warenhäusern erworben und fand damit Eingang in vielen deutschen Wohnzimmern. Diese gesellschaftliche Konstruktion der „Zigeunerin“ lässt sich über Jahrhunderte hinweg zurückverfolgen und ist gerade deshalb so tief in der Gesellschaft verwurzelt. Die im öffentlichen Diskurs vorherrschenden Bilder über „Zigeunerinnen“ speist sich demnach nicht aus realen Erlebnissen mit Sintezza oder Romnja, sondern aus meist zweifelhafter Literatur, aus einer kollektiven Überlieferung, aus Alltagsgesprächen, Romanen, Opern und Operetten, Filmen und Presseberichten.
Das Ziel des Vortrags ist antiziganistische Bilder über Sinti- und Romafrauen zu dekonstruieren, um hierbei Machtverhältnisse und Marginalisierungsprozesse freizulegen. Hierbei wird es nicht nur darum gehen Stereotype aufzudecken und zu entlarven, sondern zu zeigen, wie sie funktionieren, um asymmetrische Machtverhältnisse zu schaffen und zu legitimieren.

moderiert von Magdalena Kißling vom AK race, gender, class in Forschung und Lehre

Elizabeta Jonuz (* 1964 in Skopje) Dr. phil., Erzieherin und Diplom Sozialpädagoging, zur Zeit als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Humanwissenschaftlichen Fakulät, Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln tätig. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Migrationssoziologie, Stadtsoziologie und Bildungssoziologie. mehr

Nadine Mena Michollek, BA Medienkulturwissenschaft und Geschichte an der Universität zu Köln, derzeit MA Studium der Geschichte sowie BA Studium der Politik und Gesellschaft mit dem Begleitfach Psychologie an der Universität Bonn. Thema der BA-Arbeit im Fach Medienkulturwissenschaft: „Rassig“ oder „rassisch gefährlich“? – Mediale Konstruktiion der „Zigeunerin“.

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier, bei GeStiK oder auf Facebook.

22.12 Empowerment Workshops in Bildungskontexten

Wann: Donnerstag, 22.12.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

Empowerment aus People of Color*-Perspektive ist im wissenschaftlichen Feld um Bildung und Migration in der BRD bisher wenig vorzufinden. Dabei ist es Ziel von Empowerment-Arbeit, People of Color (PoC) zu Subjekten der Bildungsarbeit zu machen und mit den oft unhinterfragten weißen Normalitätsvorstellungen im Bildungswesen zu brechen, die oftmals auf einseitigen, defizitorientierten, kulturalisierenden oder viktimisierenden Blickwinkeln basieren. In Maryam Mohsenis Dissertationsprojekt widmet sie sich dem People of Color-Empowerment-Ansatz und dem Wissen von Empowermenttrainer_innen of Color, um ihre Impulse in der rassismuskritischen Bildungsarbeit weiter zu verankern. Wie sieht eine Bildungsarbeit aus, die sich explizit an Menschen mit Rassismuserfahrungen richtet? Hier begibt sich Maryam Mohseni auf die Suche nach Hinweisen theoretische Grundlagen der Rassismuskritik zu erweitern oder ob sich Konsequenzen für die rassismuskritische Bildungspraxis ziehen lassen.

*People of Color / Persons of Color (PoC) ist eine Selbstbezeichnung und eine politische widerständige Kategorie im Sinne einer „Identität rassistischer Unterdrückungserfahrungen“ (Piesche 1999). Bei dem Konzept, das die Gleichzeitigkeit von Identität und Differenz betont (vgl. Ha 2010), handelt es sich um einen strategischen Bündnisbegriff, der die koloniale „Teile und Herrsche“-Strategie überwinden soll (vgl. Jean 2013). Wie der Begriff Schwarz ist People of Color eine Selbstbezeichnung, um rassistischen und kolonialen Wortschöpfungen eine Alternative entgegenzusetzen. Weiß bezeichnet dagegen eine politische dominante Kategorie, die an Machterfahrungen und Privilegien geknüpft ist (vgl. Wollrad 2005).

moderiert von Magdalena Kißling vom AK race, gender, class in Forschung und Lehre

*Maryam Mohseni – 1. Staatsexamen Lehramt, Zusatzstudium Interkulturelle Pädagogik/ Deutsch als Zweitsprache, Dissertation zu Empowermentmöglichkeiten von Menschen of Color in Bildungskontexten*

Bildungsräume begreife ich als Orte, in denen die Lernenden und Lehrenden nicht nur mit ihrem Verstand anwesend sind, sondern genauso mit ihren Erfahrungen, Gefühlen und ihrem Körper. Für meine Arbeitsweise bedeutet dies, gemeinsames Lernen immer als ein Lernen an und mit den Erfahrungen der Menschen im Raum zu begreifen. Erfahrungen wiederrum sind geknüpft an die zugewiesene gesellschaftliche Positionierung und Herrschaftsverhältnisse. Räume jedoch, in denen Erfahrungen von Frauen of Color rassismuskritisch und gendersensibel thematisiert werden können, sind äußerst selten. Meine Themenschwerpunkte sind vergeschlechtlichter Rassismus und Empowermentmöglichkeiten, in denen Erfahrungen, Körper und Gefühle von Frauen of Color im Zentrum stehen.

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.

15.12 Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung – Geflüchtete Kinder in Kitas

Wann: Donnerstag, 15.12.2016, 16:00 – 17:30
Wo: Uni Köln IBW Gebäude, Hörsaal H 113

*Diese Ringvorlesung/Veranstaltungsreihe ist offen für alle: Studierende und Nicht-Studierende!*

mit Mercedes Pascual Iglesias

Vom Weggehen zum Ankommen – geflüchtete Kinder im Bildungssystem

Begegnungen aus Perspektive von Müttern und Erzieher/innen
reflektiert mit dem inklusiven pädagogischen Ansatz der
„Vorurteilsbewussten Bildung Erziehung“ (Anti-Bias)

Die Redakteurin und Multiplikatorin für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung Mercedes Pascual Iglesias hat geflüchtete Mütter und Erzieher/innen zu ihren Erfahrungen mit dem Zugang zu Kita und Schule, Sprachbarrieren und belasteten Kindern aber auch Erzieher/innen interviewt. Ihr Vortrag beginnt vor der Flucht, am Ausgangsort der Familien, zum Beispiel in der syrischen Großstadt Homs.
Die Fluchtgründe, die Fluchtwege, das Asylrecht, die Unterbringung nach der Flucht sind Faktoren, die sich sowohl auf geflüchtete Familien als auch auf die gesellschaftlichen Debatten auswirken und die vorpädagogischen Einrichtungen keinen Halt machen.
Die Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung bietet Wissen und Reflexionsinstrumente an, um in einer inklusiven Alltagsgestaltung geflüchtete Kinder mit ihren Bedürfnissen und Lebensrealitäten zu berücksichtigen. im Mittelpunkt stehenn dabei vier Ziele, die einen aktiven Einsatz gegen Diskriminierung beinhalten1. Kinder in ihren Identitäten stärken, 2. Empathie für Vielfalt entwickeln, 3. kritisch werden gegen Vorurteile und Diskriminierung und 4. aktiv werden gegen Ungerechtigkeit.

Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender.
Eine Kooperation von GeStiK und dem Arbeitskreis race, class, gender in Forschung und Lehre.

Mehr zur Ringvorlesung findet ihr hier oder auf Facebook.