Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

25.7.: Sexismus und „linke Szene“

---> Vortrag und Diskussion
---> mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig
---> 19 Uhr
---> AZ Kalk, Wiersbergstr. 44, U: Kalk Kapelle
---> Aufruf hier runterladen
---> es wird bis 21 Uhr eine „Kinderbetreuung“ geben!
---> Flyer

Um es kurz zu machen: Wir leben im Patriarchat, gesellschaftliche Strukturen sind immer noch androzentrisch[1] und männlich* dominiert und die Aufrechterhaltung der binären, hierarchischen Geschlechterordnung trägt zur Stabilisierung des kapitalistischen Systems bei.

Und was hat das jetzt mit mir zu tun? Ich bin doch Kommunist_Anarchist_in, eine_r von den Guten/Aufgeklärten/Emanzipierten. Und genau da haben wir das spezifische Problem des Sexismus in der „linken Szene“: Offiziell gibt es ihn gar nicht, denn die „linke Szene“ versteht sich schon als antisexistisch. Tatsache ist aber: Sexismus ist präsent in der „linken Szene“, denn sie steht nicht außerhalb der Gesellschaft. (mehr…)

„Sex for Sale“: Sexarbeit – ein Beruf wie jeder andere?

****hier hört ihr ein kurzes Interview auf Köln Campus ****

---> Poster und Flyer
---> 25. und 26. Juni
---> Wochenendworkshop mit: Hydra e.V. (Treffpunkt und Beratung für Prostituierte, Berlin) agisra e.V. (Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen, Köln), Straßenstrichprojekt Geestemünderstraße (Sozialdienst katholischer Frauen) und der basis Gewerkschaft FAU (Freie ArbeiterInnen Union)
---> Ort: Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3
---> die Abschlussdiskussion (Sonntag, 16:30) findet im Hauptgebäude der Universität statt, Hörsaal XI a!
---> all genders welcome
---> ohne Anmeldung
---> Ablauf: Samstag 11:00 bis 17:30h, Sonntag 10 bis 18h, jeweils eine Stunde Mittagspause (leider ohne VoKü)
---> Verpflegung: Frühstück

---> Leider haben sich noch nicht genug Menschen für die „Kinderbetreuung“ gemeldet. Der Kinderraum in der Feuerwache ist aber schon gemietet und wir werden Betreuungsschichtpläne aushängen, in die sich Freiwillige eintragen können.

Inwiefern handelt es sich bei Sexarbeit um eine besondere Form der Lohnarbeit? Oder ist jede Arbeit Prostitution, wie die streikenden Sexarbeiterinnen in London 1972 proklamierten? Die Problematik beginnt schon beim Begriff: Warum wird mal von Prostitution und mal von Sexarbeit gesprochen? Dass bei der Sexarbeit sexistische und rassistische Herrschaftsverhältnisse eines kapitalistisch-patriarchalen Systems besonders deutlich zum Ausdruck kommen, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Dies zeigt sich vor allem in der Zwangsprostitution und beim Menschenhandel.
Nicht nur unter Studentinnen ist zu beobachten, dass immer mehr „Frauen“ sexarbeiten gehen. Im welchem Zusammenhang steht die Zunahme von Sexarbeit mit der Prekarisierung des Arbeitsmarktes? Inwieweit trägt die Entkriminalisierung von Sexarbeiter_innen durch Gesetzesänderungen z.B. des Paragraphen Zuhälterei dazu bei, dass sich die Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter_innen verbessern? Daran schließt sich die Frage an, wie Sexarbeiter_innen Arbeitskämpfe führen können und dies auch schon tun, wie das Beispiel vom Strip-Club „Lusty Lady“ zeigt.
Diese und weitere Fragen möchten wir mit den Referent_innen und Teilnehmer_innen der Veranstaltung diskutieren.

22.5.: Workshop „HaareGegenMacht“

Nach dem tollen Inhaltecafé zu Haaren freuen wir uns auf unsere erste Veranstaltung am Sonntag! Kommt vorbei!
---> Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3
---> 15 bis 18 Uhr
---> als Frauen sozialisierte Menschen welcome

Bildervortrag und Diskussion – Bärtige und haarige Frauen

Warum gibt es so wenig bärtige Frauen in unserer heutigen Gesellschaft? Warum sind so viele damit beschäftigt diese und andere Körperhaare zu beseitigen oder unsichtbar zu machen? Warum werden Frauen mit Bärten, Achselhaaren oder Beinhaaren gefragt ob sie Frauen oder Männer wären? Warum ist die Abwertung von sichtbar behaarten Frauen so vehement bis militant? Diese Fragen beschäftigt die feministische Bewegung seit den 80ern Jahren mit unterschiedlicher Ausdauer. Dieser Arbeitskreis ist ein erstes Experiment das Thema Körperpraktiken, Macht und Geschlechterkonstruktion aus feministischer Sicht zu betrachten und zu analysieren. Mit dem Ziel einen mächtigen Gegendiskurs und Widerstandswerkzeug zu entwickeln bzw. dazu aufzurufen. Durch u.a. Bilder möchten wir einen ersten Zugang zur Körpergeschichte der Behaarung versuchen.
Dabei sind uns folgende Punkte wichtig:
Es werden historische Bilder (Fotographien, Stiche, bildende Kunst) als Grundlage anderer Körperbilder gezeigt. Geschlechterkonstruktionen funktionieren über Biologisierungen, Körpernormierungen indem Körperpraktiken gesetzt und naturalisiert werden. Der Diskurs (der im foucaultschen Sinne verwendet wird: meint sowohl Bilder, wie Text) der haarlosen Frau dient der Machtkonstruktion von Geschlechterverhältnissen. Installiert werden diese unter anderem durch das Blickregime. Die Betrachtung von Identitätskonstruktion ist dabei ebenso ein analytischer Zugang wie die Auseinandersetzung mit kapitalistischen und politischen Verwertungslogiken.
Mit anschließend zusammengefassten zeitgenössischen dominanten Diskursen, beispielsweise der Hygienediskurs aber auch die Verbindungen zu aktuellen Pornomoden, würden wir gerne mit den interessierten Frauen/Lesben einen Gegenentwurf entwickeln und über Widerstandspraktiken diskutieren.

pl haare

_nachfest am 12.3. im Kult 41 in Bonn!

Weil das _fest im September so schön war, aber auch so viel Arbeit, wollen wir uns mit euch zusammen feiern. Wart ihr teil das Oragteams, Besucher_innen, Vortragende, Künstler_innen oder auch diejenigen die’s verpasst haben? Dann spielt für euch HELLUVAH aus Paris Indie und die Kitsch Cats aus Düsseldorf Elektro Pop in queerfeministischer Atmosphäre und das alles auch noch völlig kostenlos.

Kult 41
Hochstadenring 41
Bonn, Germany
Saturday, March 12 · 8:00pm – 11:00pm
_nachfest

21.1.: Die Frau existiert nicht, lasst sie uns finden.

---> Workshop mit Andrea Trumann (Autorin von „Feministische Theorie: Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus)

Wie kam und kommt es dazu, dass sich Frauen separat organisieren, und was sind die Vorteile, aber auch die Gefahren dabei? Wie bildet sich das Subjekt mit der Identität Frau? (mehr…)

Seminar „Race, sex and class“: 26.-28.11.

Das kommende Wochenende diskutieren mit Friedrike Habermann über gemachte Identitäten und ökonomischen Determinismus. Wenn ihr mit dabei sein wollt (all genders welcome), schreibt an aflrk@web.de. Keinen Teilnehmer_innenbeitrag, jedoch sind Spenden für die Verpflegung erwünscht.

„Race, sex and class“: Ein Wochenendseminar zu gemachten Identitäten und ökonomischem Determinismus“ mit Friederike Habermann
---> Naturfreundehaus Kalk, Kapellenstr. 9a, U Station Kalk Kapelle
---> Anmeldung unter aflrk@web.de, Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt!
---> offen für alle Gender
---> eine Kooperationsveranstaltung mit dem Naturfreundehaus Kalk

*“Marxistische Diskussionen und feministische sowie postkoloniale Theoriestränge existieren auf seltsamer Weise unverbunden nebeneinander. Die einen beschäftigen sich mit Kapitalismus, die anderen mit Identität-dieser Eindruck drängt sich bis heute auf, sei es in theoretischen Abhandlungen, sei es auf politischen Veranstaltungen. Wenn überhaupt, dann findet die Auseinandersetzung miteinander als (meist polemisch geführter) Paradigmenstreit statt. Ansätze einer fundamentalen Verknüpfung von Herrschaftsverhältnissen lassen sich kaum finden. Trotz einer zunehmenden gleichzeitigen Berücksichtigung verschiedener Herrschaftsverhältnisse fehlt die analytische Verbindung.
These dieser Arbeit ist, dass Kapitalismus, Rassismus und Sexismus wie alle Herrschaftsverhältnisse über unsere Identitäten miteinander verwoben sind – Identitäten nicht als addierbare Verhältnisse im Sinne abtrennbarer Einzelerscheinungen, sondern als im Wechselverhältnis entstanden und untrennbar miteinander verknüpft.“
(Auszug aus der Einleitung von „Der homo oeconomicus und das Andere“)

Die sich anschließenden Fragen diskutieren wir mit der Autorin Dr. Friederike Habermann. Friederike ist Historikerin und Volkswirtin. Als Autorin veröffentlichte sie zuletzt:

„Der homo oeconomicus und das Andere. Hegemonie, Identität und Emanzipation“ (Nomos)
„Halbinseln gegen den Strom. Anders leben und wirtschaften im Alltag“ (Ulrike-Helmer-Verlag)

In zwei Einführungblöcken wollen wir die Grundlagen postkolonialer, poststrukturalistischer und (post-) feministischer Theorie klären und besprechen. Besonders interessiert uns dabei das Verhältnis dieser Denkrichtungen zur Theorie der Kritik der politischen Ökonomie.

In einem weiteren Schwerpunkt werden wir an einem Zentralbegriff der bürgerlichen Ökonomie, dem „homo oeconomicus“ untersuchen, wie hilfreich die Analysewerkzeuge der oben genannten Denkschulen sind.

Im Schlussteil soll die Frage aufgeworfen werden, ob und wie die ökonomischen Verhältnisse allumfassend über Lebensweisen bestimmen oder ob bürgerliche Herrschaft eher ein Ensemble verschiedener Machtstrukturen darstellt.

Donnerstag: noch OFFENerES PLENUM als sonst

…weiblich definierte Personen, kommt vorbei! Wir treffen uns um 20 Uhr im Referat!

Ausstellung (15.-18.11.): Sexismus in der Werbung

sex wer large

---> im AStA Café, Universitätsstr. 16
---> all genders welcome
---> Öffnungszeiten 9-17 Uhr
---> mit Büchertisch am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, 15-17 Uhr

---> Ausstellungseröffnung am 15.11. von 16 bis 19 Uhr
---> mit einem theoretischen Input und einem Konzert von Krikela
---> und mit Sekt und Häppchen

Werbung ist omnipräsent in unserem Alltag und wird in ihrem Übermaß meist kaum noch bewusst wahrgenommen. Auf der Straße, im Fernsehen, im Internet werden mit ihr Inhalte übertragen, die weit über das beworbene Ding hinausgehen. Sie zeigt uns normierte Menschen und arbeitet intensiv mit Geschlechterzuschreibungen. Pünktlich zur Mario-Barth-MediaMarkt Kampagne, mit der uns an jeder Straßenecke vorgeschrieben wird, wie Männer und Frauen denn zu sein haben, holen wir eine grandiose Ausstellung von Potsdam nach Köln. In dieser wird dieser Alltagsgegenstand auf vor allem sexistische, aber auch rassistische, eurozentristische und lookistische Inhalte untersucht und die Frage aufgeworfen, was die als selbstverständlich wahrgenommene Omnipräsenz dieser Inhalte mit uns macht.

Zum Auftakt der Ausstellung laden wir am 15.11. von 16-19 Uhr zur Eröffnungsfeier. Es wird einen kleinen Vortrag von den Macherinnen der Ausstellung und ein Konzert von Krikela geben.

---> hier gibt es einen Zeitungsartikel über die Ausstellung
---> hier gehts zum Blog der Ausstellung

El Salvador: Feministische Politik nach der sozialistischen Wende

---> 26. 10. (Dienstag) um 19:30 in der Feuerwache (Melchiorstr. 3)

---> mit Julia Evelyn Martínez aus El Salvador
---> Kooperation mit der Interventionistischen Linken Köln und der Informationsstelle Lateinamerika
---> offen für alle gender

In El Salvador gibt es – nach zwanzig Jahren Präsidentschaft der ultrarechten ARENA-Partei – seit März 2009 eine linken (parteiunabhängigen) Präsidenten auf dem Ticket der ehemaligen Guerilla Organisation FMLN: Mauricio Funes. Er hatte sich als kritischer Journalist einen guten Namen gemacht. Julia Evelyn Martínez ausgewiesenen Marxistin und ebenso ausgewiesenen Feministin, ist Direktorin des salvadorianischen Frauenentwicklungsinstitutes ISDEMU. Mit dem salvadorianischen Präsidenten Funes ist sie jüngst zweimal in Konflikt geraten. Zum einen als das ISDEMU den Einsatz der„Cheergirls“, die am Nationalfeiertag die militärischen Aufmärsche begleiten, kritisierte. Zum anderen als sie öffentlich das Recht der Frauen forderte, eine Schwangerschaft zu unterbrechen. Der Schwangerschaftsabbruch ist in El Salvador komplett kriminalisiert; auch in Fällen von Vergewaltigung, Missbildung des Fötus oder wenn das Leben der Mutter gefährdet ist. Funes fühlte sich berufen, der lebensschützenden Rechten dasWort zu reden und Julia Evelyn öffentlich zu kritisieren. Diese Rechte hatte in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass das salvadorianische Nicht-Abtreibungsrecht (in der Verfassung) neben dem nicaraguanischen (dort selbst mit den Stimmen der SandinistInnen beschlossen) das reaktionärste ist, das es gibt: das zu schützende Leben beginnt im Augenblick der Befruchtung.

Lucha Libre am Sonntag!

lustig, akrobatisch, crazy Kostüme. trash, kämpfen, show…alles auf einmal! wer kann da widerstehen!
Kommt in die Gronewaldstr.2 um 15h oder zum Treffpunkt vor dem Hauptgebäude, Albertus Magnus Platz.
Flyer

---> Kathrin „La Diosa del Rhin“ Zeiske führt uns in den mexikanischen Showkampf Lucha Libre ein, die akrobatischere und lustigere Version des us-amerikanischen Wrestlings und bringt uns ein paar Bewegungen und Showelemente bei!
---> mitbringen: Turnschuhe, Hosen, die man oben zubinden kann
---> hier mehr Info